Mehr als nur sichere Produkte!

Die Bega Group ist in den vergan­genen Jahren zu einem der größten Molke­rei­kon­zerne Austra­liens gewachsen. Die Verant­wort­li­chen bei der Bega Group sind über­zeugt: Nahezu jede Art von Sicher­heits­vor­fall ist vermeidbar – und holte Pilz zur Unter­stüt­zung ins Boot.

Im Rahmen einer syste­ma­ti­schen Sicher­heits­ana­lyse an allen 19 Unter­neh­mens­stand­orten (2024) hat der Auto­ma­ti­sie­rungs­experte hunderte von Maschinen und Anlagen genau­es­tens unter die Lupe genommen, wobei der Fokus hierbei auf Safety und Indus­trial Security lag. Das Ziel: einheit­liche Sicher­heits­stan­dards zu schaffen.

Beim Betrieb auto­ma­ti­sierter Maschinen und Anlagen spielen Safety-Aspekte eine zentrale Rolle: Safety steht für ein Höchstmaß an Sicher­heit für Bediener und Personen im Umfeld von Maschinen. Dies gilt für neu in Betrieb genom­mene Maschinen ebenso wie für Anlagen, die nach Umbau oder Retro­fits wesent­liche Ände­rungen erfahren haben.

„Big Player“ für Milch und mehr

Die Bega-Group ist ein in Austra­lien und Neusee­land renom­mierter Hersteller von Milch­pro­dukten, Getränken und Lebens­mit­teln. Das Unter­nehmen hat seinen Stamm­sitz in der gleich­na­migen Stadt Bega im austra­li­schen New South Wales. Das Unter­nehmen beschäf­tigt aktuell rund 3.700 Mitar­beiter in 19 Werken und bei einem Umsatz von rund 2 Milli­arden Euro im Geschäfts­jahr 2024. Der Unter­neh­men­s­ur­sprung reicht zurück bis in das Jahr 1899.

In den vergan­genen acht Jahren wuchs die Bega Group durch mehrere stra­te­gi­sche Über­nahmen zu einem verzweigten Lebens­mit­tel­kon­zern. Allein die Milch­ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zität nahm um rund zwei Drittel zu. Dies war Anlass dafür, dass über das gesamte Unter­nehmen hinweg Prozesse und Abläufe opti­miert werden sollten, um so eine höhere Effi­zienz inner­halb des Gesamt­kon­zerns zu schaffen.

Von Frisch­milch über Käse, Kräu­ter­auf­strich oder Frucht­drink: Jedes Erzeugnis durch­läuft eine hoch­gradig auto­ma­ti­sierte Ferti­gungs­linie. Das Bedien­per­sonal über­wacht jeden Prozess­schritt – vom Entladen der Tank­wagen über das Mischen bis hin zum Abfüllen, Verpa­cken und Palet­tieren.

Pick-and-Place Packer setzen die Joghurt­be­cher präzise auf die auf einem Paral­lel­band geführten Kartons. Sichere Schutz­türen mini­mieren Gefähr­dungs­ri­siken für das Bedien­per­sonal. © BEGA CHEESE LIMITED

Das rasante Wachstum auf 19 Produk­ti­ons­stätten veran­lasste die Bega Group zu einer syste­ma­ti­schen Analyse der einzelnen Betriebs­stand­orte. Neuere Anlagen verfügten bereits über moderne Sicher­heits­technik, während ältere Anlagen eher nach­ge­rüstet werden mussten. Das Ziel für die Bega Group: einheit­liche und normen­kon­forme Sicher­heit an allen Stand­orten.

„Wir sind über­zeugt, dass intel­li­gente Safety-Lösungen jeden Sicher­heits­vor­fall verhin­dern können.“

Neil Roberts, Group Risk Engi­neer

„Unsere Teams sollen sich ausschließ­lich auf ihre jewei­ligen Aufgaben konzen­trieren, nicht auf poten­zi­elle Gefahren“. 2020 beauf­tragte die Bega Group Pilz Austra­lien mit der Aufgabe, an allen Stand­orten eine über­grei­fende Sicher­heits­ana­lyse durch­zu­führen. Durch die 15-jährige Zusam­men­ar­beit und seine Fach­kom­pe­tenz im Bereich Maschi­nen­si­cher­heit war der in Melbourne ansäs­sige Auto­ma­ti­sie­rungs­experte die nahe­lie­gende Wahl.

Erfas­sung des Sicher­heits­be­darfs und Opti­mie­rungs­vor­schläge

Im ersten Schritt erfasste Pilz mit einer für sämt­liche Betriebe iden­ti­schen Methodik den tech­ni­schen Zustand, den Auto­ma­ti­sie­rungs­grad sowie den Sicher­heits­stan­dard der jewei­ligen Maschinen und Anlagen an jedem einzelnen Standort. Dabei sammelte Pilz ausrei­chend verwert­bare Daten, um die wich­tigsten Konfor­mi­täts- und Sicher­heits­fak­toren iden­ti­fi­zieren zu können.

Der beliebte BEGA-Käse auf dem Weg zur finalen Pack­sta­tion, die das Lebens­mittel in versand­fer­tige Kartons stapelt. An Antriebs­wellen, Hauben und Türen gewähr­leisten geeig­nete Sicher­heits­ein­rich­tungen gefähr­dungs­freies Arbeiten. © BEGA CHEESE LIMITED

In den 19 Betrieben mit teil­weise bis zu 150 Maschinen und Anlagen ermit­telte Pilz für jede Maschine die erkenn­baren Risiken – pro Maschine wurden durch­schnitt­lich acht bis zehn Maßnahmen zur Risi­ko­mi­ni­mie­rung iden­ti­fi­ziert und vorge­schlagen – einschließ­lich einer Prio­ri­sie­rung, welche Maßnahmen zuerst umge­setzt werden sollten.

In einer zweiten Phase beauf­tragten einzelne Stand­orte Pilz damit, die Risi­ko­be­ur­tei­lung, das Design, Engi­nee­ring und die Vali­die­rung der Sicher­heits­ein­rich­tungen ihrer Maschinen ganz oder teil­weise zu über­nehmen. Leit­linie zur Fest­stel­lung, ob die Maschinen die gesetz­li­chen Anfor­de­rungen gemäß den Vorschriften der Work Health Safety (WHS) bzw. Occu­pa­tional Health and Safety (OHS) erfüllen, war die austra­li­sche Normen­reihe AS/NZS 4024. Diese über­nehmen die Anfor­de­rungen inter­na­tio­naler Normen für die Maschi­nen­si­cher­heit wie der ISO 13849–1. Sie beziehen sich auf die funk­tio­nale Sicher­heit von Maschinen und Systemen, insbe­son­dere im Hinblick auf die elek­tri­schen, elek­tro­ni­schen und program­mier­baren elek­tro­ni­schen Steue­rungs­sys­teme. Dabei legen sie die Anfor­de­rungen an die Konstruk­tion, Inte­gra­tion und Vali­die­rung von sicher­heits­re­le­vanten Kompo­nenten und Systemen fest. Mit dem Ziel, Risiken zu mini­mieren und die Sicher­heit von Personen, Maschinen und der Umwelt zu gewähr­leisten.

„Im Rahmen dieses Projekts schuf die Risi­ko­ana­lyse mit anschlie­ßender Bewer­tung durch quali­fi­zierte Experten von Pilz ein völlig neues Sicher­heits­be­wusst­sein.“

Neil Roberts, Group Risk Engi­neer

Stär­keres Bewusst­sein für Gefahren

Die von Pilz durch­ge­führte, standort­über­grei­fende Sicher­heits­ana­lyse sowie die daraus gewon­nenen Erkennt­nisse schärften das Gefah­ren­be­wusst­sein im Unter­nehmen nach­haltig. Daher beauf­tragte die Bega Group Pilz damit, ihr Personal konzern­weit in Sachen Maschi­nen­si­cher­heit zu schulen und für Themen­stel­lungen bei der Analyse und Mini­mie­rung von Gefah­ren­po­ten­zialen fit zu machen. Pilz führte anschlie­ßend flächen­de­ckend Trai­nings an allen Stand­orten durch, um auf diese Weise „Cham­pions within the Busi­ness“ als interne Maschi­nen­si­cher­heits­experten auszu­bilden.

Der Machi­ne­SAFE Compre­hen­sive Kurs von Pilz vermit­telte dem Bedien- sowie des Wartungs­per­so­nals grund­le­gendes Kennt­nisse rund um die Maschi­nen­si­cher­heit . Als Einstei­ger­kurs basiert er auf der Norm AS 4024 – „Safety of Machi­nery“. Der Kurs vermit­telt Grund­lagen inter­na­tio­naler und natio­naler Sicher­heits­stan­dards und stellt Risi­ko­be­wer­tungs­me­thoden vor. Gleich­zeitig gibt er einen Über­blick über Art und Anwen­dung einzelner Sicher­heits­kom­po­nenten.

Der CMSE Kurs (Certi­fied Machi­nery Safety Expert) von Pilz rich­tete sich an quali­fi­ziertes Bega-Personal mit Vorkennt­nissen wie beispiels­weise Maschinen- und Anla­gen­be­treiber, System­in­te­gra­toren, Tech­niker und Wartungs­per­sonal und vermit­telte vertieftes Safety-Knowhow. In Zusam­men­ar­beit mit dem TÜV NORD ist damit eine welt­weit aner­kannte TÜV-Zerti­fi­zie­rung im Bereich Maschi­nen­si­cher­heit verbunden.

Kosten­loses Webinar: Ihr Leit­faden zur EN 415

Erfahren Sie kompakt und praxisnah alles Wich­tige zur EN 415 – der zentralen Normen­reihe für die Sicher­heit von Verpa­ckungs­ma­schinen.

Ob Maschi­nen­bauer, Sicher­heits­in­ge­nieur oder Verant­wort­li­cher in der Verpa­ckung: Profi­tieren Sie von wert­vollen Einbli­cken für sichere und norm­kon­forme Anlagen.

Hinweis: Das Webinar wurde in engli­scher Sprache durch­ge­führt.

„Spirit of Safety“ mit Leben erfüllt

Mit den absol­vierten Kursen haben Schu­lungs­teil­nehmer von Bega ihr Wissen entlang des gesamten Maschi­nen­le­bens­zy­klus vertieft – von den gesetz­li­chen Vorgaben bis zur funk­tio­nalen Sicher­heit. Mit den von Pilz durch­ge­führten Aufbau­kursen und prak­ti­schen Trai­nings sind die Mitar­beiter der Bega Group besser gerüstet, Frage­stel­lungen rund um die Maschi­nen­si­cher­heit zu beant­worten und Aufgaben zur Umset­zung von Maßnahmen eigen­ständig zu lösen. Mit ihren so geschulten und quali­fi­zierten Inhouse Safety-Experten ist es möglich, die neue Sicher­heits­kultur dauer­haft im Unter­nehmen zu veran­kern. „Das Wissen und die Erfah­rung des Pilz-Teams haben den ‚Spirit of Safety‘ in der Bega Group zum Leben erweckt.“, fasst Neil Roberts zusammen.


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