Wenig Barrieren zwischen Mensch und Maschine aufzubauen, wäre ein wünschenswertes Ziel. Doch bei vielen Anwendungsfällen müssen beweglich trennende Schutzeinrichtungen die erforderliche Sicherheit gewährleisten – wobei die Effizienz der Produktion stets im Fokus bleiben sollte.
Denn während der Materialzufuhr, der Einrichtung oder auch der Wartung muss der Mensch beispielsweise unmittelbar mit der Maschine interagieren – und befindet sich deshalb in unmittelbarer Nähe zu einer potenziellen Gefahrenstelle. Schutztüren inklusive eines Managements der Zugangsberechtigung über einen „digitalen Schlüsselbund“ bieten den notwendigen Schutz. Als Automatisierungslösung stellen sie Sicherheitskonzepte bereit, die die Schutzanforderungen an den Vorgaben für die Effizienz ausrichten.

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
Schutztüren sollten vielerlei Schutz bieten
Schutztürsysteme sollen Safety-Funktionen erfüllen und müssen dabei unterschiedliche Arten von Zuhaltung zuverlässig abdecken: Von der „einfachen“ Prozesszuhaltung, die oft ausreicht, wenn die Maschine keine Nachlaufbewegungen hat, bis hin zum Prozessschutz mit integriertem Personenschutz, sollte die Maschine nach dem Stopp noch nachlaufen. Kurz: Es muss für jedes Sicherheitslevel die passende Schutzeinrichtung berücksichtigt sein.
Sicherheitszuhaltungen und Türgriffe

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
Sicherheitszuhaltungen und Türgriffe
Sicherheitszuhaltungen für den Prozess- und Personenschutz mit passendem Zubehör und Türgriffen:
- Sicherheitszuhaltung PSENslock II
- Sicherheitszuhaltung PSENmlock mini
- Sicherheitszuhaltung PSENmlock
- Sicheres Schutztürsystem PSENmgate
- Türgriffe
Zur Übersicht:
Absicherung von trennenden Schutzeinrichtungen
Bedieneinheiten und Zugangsmanagement

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
Bedieneinheiten und Zugangsmanagement
Passende Bedieneinheiten, wahlweise mit oder ohne Zugangsberechtigung:
Zur Übersicht:
Absicherung von trennenden Schutzeinrichtungen
Diagnose, Auswertegerät und Ansteuerung

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
Diagnose, Auswertegerät und Ansteuerung
Umfangreiche Diagnose- und Statusinformationen sowie eine Auswahl an Sicherheitssteuerungen:
- Safety Device Diagnostics SDD
- Kleinsteuerung PNOZmulti 2
- Steuerung E/A‑Modul PDP 67
- Modulares Sicherheitsrelais myPNOZ
- Steuerung PSS
Zur Übersicht:
Absicherung von trennenden Schutzeinrichtungen
Dies ist auch der Ansatz von Pilz als Safety-Experte: Eine Auswahl an unterschiedlichen Komponenten zur Verfügung zu stellen, die in ihrer Gesamtheit ein modulares Schutztürsystem abbilden. Im Pilz System können Kunden z. B. zwischen den Sicherheitszuhaltungen PSENslock und PSENmlock wählen, die auch den Kern des modularen Schutztürsystems bilden. PSENslock deckt die sichere Stellungsüberwachung mit Prozesszuhaltung in einem ab, PSENmlock dagegen leistet die sichere Verriegelung und Zuhaltung für den Personenschutz – damit lässt sich sogar die höchste Sicherheitskategorie managen. Der Namenszusatz „modular“ kommt nicht von ungefähr: Damit sich auch aktuelle Anforderungen an zukünftige Anwendungsfälle mit dem Pilz System immer wieder gut umsetzen lassen, baut Pilz sein Schutztürsystem regelmäßig durch neue „Module“ aus. Die jüngste Erweiterung betrifft die neuen PSENmgate Varianten. Nun schafft ein längeres Gehäuse Platz für mehr Bedienelemente wie Druck- und beleuchtete Taster. Anwendungen, die einen größeren Umfang an Bedienfunktionen an der Schutztür benötigen, sind damit im Blickpunkt.
Schutztürsensoren mit PITgatebox einfach bedienen!
Die Taster-Unit PITgatebox zur einfachen Bedienung und Ansteuerung von Schutztürsensoren ist Teil des Schutztürsystems und rundet dieses ab. Mit ihr erhalten Anwender eine modulare, individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Schutztürlösung aus einer Hand. Die Taster-Unit vereint Drucktaster, Schlüsselschalter und Not-Halt-Taster in einer kompakten Bedieneinheit. Ob Aktivieren, Stoppen oder Quittieren: Mit der PITgatebox lassen sich Schutztürsysteme einfach, sicher und effizient steuern. Zudem lässt sich die robuste Bedieneinheit dank ihrer schlanken Bauform einfach und schnell auf handelsübliche Profilsysteme montieren.
Jetzt steht neu auch eine Bedieneinheit PITgatebox mit dem Kommunikationsprotokoll IO-Link Safety zur Verfügung. Damit können Anlagen über IO-Link Safety nicht nur sicher, sondern sogar „live“ gesteuert werden. Daten zu beispielsweise Türstatus und Betriebszustand fließen direkt in die Anlagensteuerung. Das erleichtert einerseits die Inbetriebnahme und Wartung, andererseits ermöglicht dies Predictive Maintanence – für eine höhere Verfügbarkeit und reduzierte Stillstandszeiten. Die PITgatebox IOLS kann sowohl als Einzelgerät als auch in Verbindung mit weiteren Sicherheitsschaltern mit und ohne Zuhaltung betrieben werden.
Smarte Diagnose als Pluspunkt für die Safety

Auf Basis der EN ISO 14119:2013 finden Sie im Whitepaper Möglichkeiten für die unterschiedlichen Einsatzgebiete der Zuhaltungen.
Mit einem modular aufgebauten Schutztürsystem wie von Pilz können Anwender die Absicherung ihrer Schutztür individuell umsetzen. Denn sie lässt sich auf die Anforderungen unterschiedlichster Applikationen abstimmen. Beispielsweise stehen bei Pilz die passenden Bedieneinheiten sowie eine optionale Fluchtentriegelung im System bereit. Punkten können Schutztürsysteme auch beim Thema Diagnose – damit lässt sich ein längerer Stillstand schnell und wirtschaftlich verhindern. Das erfolgt grundsätzlich über die Reihenschaltung, über die etwa die Sensoren PSENmlock oder auch die kompakte Sicherheitszuhaltung PSENmlock mini verfügen. Dann sind Produktivitätsvorteile durch eine smarte Diagnose das Ergebnis.
Wie das im Pilz System funktioniert? Erweiterte Diagnoseinformationen lassen sich abrufen, wenn auch die Diagnoselösung Safety Device Diagnostics (SDD) genutzt wird. Geräteeigenschaften wie die Artikel‑, Produktversions- und Seriennummer sowie Statusinformationen wie der Status der Sicherheitssensoren selbst oder der Zustand ihrer Ein- und Ausgänge stehen damit transparent und schnell zur Verfügung. Zudem bringt die SDD mit Blick auf die sichere Reihenschaltung weitere Vorteile: Eine gezielte Ansteuerung einzelner Sensoren ist möglich. Beziehungsweise eine exakte Diagnose der Türen: Welche darf nach dem Abschalten entriegelt und geöffnet werden? Das ist in Anlagen, in denen z. B. Wartungsarbeiten anstehen, ein absolut relevanter Aspekt. Das umgekehrte Szenario sehe ungünstig aus: Es würden mit der Anforderung der Entriegelungsfunktion alle in Reihe geschalteten Schutztüren auf einmal aufgehen – mit allen möglichen einhergehenden Risiken.
Industrial Security ist weiterer Schlüssel für die Sicherheit
Modular aufgebaute Schutztürsysteme erlauben – vor allem im Vergleich mit Sicherheitsschaltern – nicht nur maßgeschneiderte Lösungen, sondern bringen mit den passenden Erweiterungen Safety und Industrial Security in einem einzigen System zusammen. Dieses Plus an Sicherheit ist möglich, weil das Thema Zugangsberechtigung gleich mitberücksichtigt wird. Auf diese Weise wird verhindert, dass Sicherheitsvorkehrungen ausgehebelt werden, um (vermeintlich) die Arbeit zu erleichtern.

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
Grundsätzlich sind es intuitive Bediensysteme, mit denen Anwender die Security auch hier umsetzen können: Damit ausschließlich autorisierte Personen Zugang zur Anwendung erhalten, sind in modernen Schutztürsystemen wie von Pilz Module für die Zugangsberechtigung integriert, d. h. Schutztürüberwachung und Zugangskontrolle sind miteinander kombiniert. Beispielsweise erfolgt die Bedienung des modularen Schutztürsystems über eine Security-fähige Taster-Unit: Die Taster-Unit PITgatebox stellt verschiedene vorkonfigurierte Varianten mit Kombinationen aus Drucktastern, Schlüsselschaltern und Not-Halt-Tastern zur Verfügung. Auch die Ausleseeinheit für das Berechtigungsmanagement ist optional bereits in dieser Bedieneinheit integriert. Die individuelle Berechtigung gibt es auf einem codierten RFID-Schlüssel, mit dem sich Anwender an der Schutztür authentifizieren. Im Pilz System wird der Schlüssel im sogenannten PITreader, der Ausleseeinheit, ausgelesen und der Zugang bei entsprechender Berechtigung ermöglicht. Ein klarer Security-Vorteil, denn je nach Qualifikation und Aufgabe der Mitarbeiter kann sichergestellt werden, dass nur der autorisierte Personenkreis Zugang zur Anlage hat. Das macht deutlich: Wenn Security neben Safety durch das Schutztürsystem gegeben ist, dann schützt das die Maschine gegen Fehlbedienung oder Manipulation und verhindert damit ungewollte Stillstandszeiten.

Türenmanagement „komplett“ gedacht
Es klang bereits an: Anwendern bieten sich immer dann Vorteile, wenn sie komplette Systeme für die Schutztürabsicherung nutzen. State of the Art ist, wenn diese die klassische „sichere Zuhaltung“ mit den „Funktionen von Bedienelementen“ kombinieren. Bei Pilz vereint z. B. das sichere Schutztürsystem PSENmgate die klassische Sicherheitszuhaltung PSENmlock mit den Bedienelementen der Taster-Unit PITgatebox in einem kompakten Komplettpaket. Seine Kernkompetenz der sicheren Zuhaltung sichert den Prozess sowohl an begehbaren Schutztüren als auch an Hauben und Klappen und schützt den Bediener, z. B. bei umhausten Roboterapplikationen. Aber nicht nur hier – PSENmgate sorgt für eine komplette Sicherheit an vielfältigen Maschinen oder Anlagen.
Fazit: Für komplette Türanwendungen bieten sich modular aufgebaute Schutztürsysteme an. Mit solchen umfassenden Systemen lassen sich Anwendungen flexibel und individueller durch die Kombination einzelner Komponenten umsetzen. Kombinieren diese modularen Systeme die Schutztürüberwachung noch zusätzlich mit einer Zugangskontrolle, dann entstehen individuelle Schutztürlösungen, die den Zugang zur Maschine effizient managen können.




