Türen mit System schützen!

Wenig Barrieren zwischen Mensch und Maschine aufzu­bauen, wäre ein wünschens­wertes Ziel. Doch bei vielen Anwen­dungs­fällen müssen beweg­lich tren­nende Schutz­ein­rich­tungen die erfor­der­liche Sicher­heit gewähr­leisten – wobei die Effi­zienz der Produk­tion stets im Fokus bleiben sollte.

Denn während der Mate­ri­al­zu­fuhr, der Einrich­tung oder auch der Wartung muss der Mensch beispiels­weise unmit­telbar mit der Maschine inter­agieren – und befindet sich deshalb in unmit­tel­barer Nähe zu einer poten­zi­ellen Gefah­ren­stelle. Schutz­türen inklu­sive eines Manage­ments der Zugangs­berechtigung über einen „digi­talen Schlüs­sel­bund“ bieten den notwen­digen Schutz. Als Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sung stellen sie Sicher­heits­kon­zepte bereit, die die Schutz­an­for­de­rungen an den Vorgaben für die Effi­zienz ausrichten.

Im Zuge des Rede­signs einer Papp­rollen-Schnei­de­­ma­schine stand bei Brod­beck neben der Moder­ni­sie­rung von Steue­rung und Elek­tronik auch eine neue Sicher­heits­lö­sung an.

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfil­dern

Schutz­türen sollten vielerlei Schutz bieten

Schutz­tür­sys­teme sollen Safety-Funk­tionen erfüllen und müssen dabei unter­schied­liche Arten von Zuhal­tung zuver­lässig abde­cken: Von der „einfa­chen“ Prozess­zu­hal­tung, die oft ausreicht, wenn die Maschine keine Nach­lauf­be­we­gungen hat, bis hin zum Prozess­schutz mit inte­griertem Perso­nen­schutz, sollte die Maschine nach dem Stopp noch nach­laufen. Kurz: Es muss für jedes Sicher­heits­level die passende Schutz­ein­rich­tung berück­sich­tigt sein.

Sicher­heits­zu­hal­tungen und Türgriffe

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Sicher­heits­zu­hal­tungen und Türgriffe

Sicher­heits­zu­hal­tungen für den Prozess- und Perso­nen­schutz mit passendem Zubehör und Türgriffen:

Zur Über­sicht:
Absi­che­rung von tren­nenden Schutz­ein­rich­tungen

Bedien­ein­heiten und Zugangs­management

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Bedien­ein­heiten und Zugangs­management

Passende Bedien­ein­heiten, wahl­weise mit oder ohne Zugangs­berechtigung:

Zur Über­sicht:
Absi­che­rung von tren­nenden Schutz­ein­rich­tungen

Diagnose, Auswer­te­gerät und Ansteue­rung

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Diagnose, Auswer­te­gerät und Ansteue­rung

Umfang­reiche Diagnose- und Status­in­for­ma­tionen sowie eine Auswahl an Sicher­heits­steue­rungen:

Zur Über­sicht:
Absi­che­rung von tren­nenden Schutz­ein­rich­tungen

Dies ist auch der Ansatz von Pilz als Safety-Experte: Eine Auswahl an unter­schied­li­chen Kompo­nenten zur Verfü­gung zu stellen, die in ihrer Gesamt­heit ein modu­lares Schutz­tür­system abbilden. Im Pilz System können Kunden z. B. zwischen den Sicher­heits­zu­hal­tungen PSENslock und PSENmlock wählen, die auch den Kern des modu­laren Schutz­tür­sys­tems bilden. PSENslock deckt die sichere Stel­lungs­über­wa­chung mit Prozess­zu­hal­tung in einem ab, PSENmlock dagegen leistet die sichere Verrie­ge­lung und Zuhal­tung für den Perso­nen­schutz – damit lässt sich sogar die höchste Sicher­heits­ka­te­gorie managen. Der Namens­zu­satz „modular“ kommt nicht von unge­fähr: Damit sich auch aktu­elle Anfor­de­rungen an zukünf­tige Anwen­dungs­fälle mit dem Pilz System immer wieder gut umsetzen lassen, baut Pilz sein Schutz­tür­system regel­mäßig durch neue „Module“ aus. Die jüngste Erwei­te­rung betrifft die neuen PSENmgate Vari­anten. Nun schafft ein längeres Gehäuse Platz für mehr Bedien­ele­mente wie Druck- und beleuch­tete Taster. Anwen­dungen, die einen größeren Umfang an Bedien­funk­tionen an der Schutztür benö­tigen, sind damit im Blick­punkt.

Schutz­tür­sen­soren mit PITgatebox einfach bedienen!

Die Taster-Unit PITgatebox zur einfa­chen Bedie­nung und Ansteue­rung von Schutz­tür­sen­soren ist Teil des Schutz­tür­sys­tems und rundet dieses ab. Mit ihr erhalten Anwender eine modu­lare, indi­vi­duell auf ihre Bedürf­nisse abge­stimmte Schutz­tür­lö­sung aus einer Hand. Die Taster-Unit vereint Druck­taster, Schlüs­sel­schalter und Not-Halt-Taster in einer kompakten Bedien­ein­heit. Ob Akti­vieren, Stoppen oder Quit­tieren: Mit der PITgatebox lassen sich Schutz­tür­sys­teme einfach, sicher und effi­zient steuern. Zudem lässt sich die robuste Bedien­ein­heit dank ihrer schlanken Bauform einfach und schnell auf handels­üb­liche Profil­sys­teme montieren.

Jetzt steht neu auch eine Bedien­ein­heit PITgatebox mit dem Kommu­ni­ka­ti­ons­pro­to­koll IO-Link Safety zur Verfü­gung. Damit können Anlagen über IO-Link Safety nicht nur sicher, sondern sogar „live“ gesteuert werden. Daten zu beispiels­weise Türstatus und Betriebs­zu­stand fließen direkt in die Anla­gen­steue­rung. Das erleich­tert einer­seits die Inbe­trieb­nahme und Wartung, ande­rer­seits ermög­licht dies Predic­tive Main­ta­nence – für eine höhere Verfüg­bar­keit und redu­zierte Still­stands­zeiten. Die PITgatebox IOLS kann sowohl als Einzel­gerät als auch in Verbin­dung mit weiteren Sicher­heits­schal­tern mit und ohne Zuhal­tung betrieben werden.

Smarte Diagnose als Plus­punkt für die Safety

Mit einem modular aufge­bauten Schutz­tür­system wie von Pilz können Anwender die Absi­che­rung ihrer Schutztür indi­vi­duell umsetzen. Denn sie lässt sich auf die Anfor­de­rungen unter­schied­lichster Appli­ka­tionen abstimmen. Beispiels­weise stehen bei Pilz die passenden Bedien­ein­heiten sowie eine optio­nale Fluch­t­ent­rie­ge­lung im System bereit. Punkten können Schutz­tür­sys­teme auch beim Thema Diagnose – damit lässt sich ein längerer Still­stand schnell und wirt­schaft­lich verhin­dern. Das erfolgt grund­sätz­lich über die Reihen­schal­tung, über die etwa die Sensoren PSENmlock oder auch die kompakte Sicher­heits­zu­hal­tung PSENmlock mini verfügen. Dann sind Produk­ti­vi­täts­vor­teile durch eine smarte Diagnose das Ergebnis.

Wie das im Pilz System funk­tio­niert? Erwei­terte Diagno­se­infor­ma­tionen lassen sich abrufen, wenn auch die Diagno­se­lö­sung Safety Device Diagno­stics (SDD) genutzt wird. Gerä­te­ei­gen­schaften wie die Artikel‑, Produkt­ver­sions- und Seri­en­nummer sowie Status­in­for­ma­tionen wie der Status der Sicher­heits­sen­soren selbst oder der Zustand ihrer Ein- und Ausgänge stehen damit trans­pa­rent und schnell zur Verfü­gung. Zudem bringt die SDD mit Blick auf die sichere Reihen­schal­tung weitere Vorteile: Eine gezielte Ansteue­rung einzelner Sensoren ist möglich. Bezie­hungs­weise eine exakte Diagnose der Türen: Welche darf nach dem Abschalten entrie­gelt und geöffnet werden? Das ist in Anlagen, in denen z. B. Wartungs­ar­beiten anstehen, ein absolut rele­vanter Aspekt. Das umge­kehrte Szenario sehe ungünstig aus: Es würden mit der Anfor­de­rung der Entrie­ge­lungs­funk­tion alle in Reihe geschal­teten Schutz­türen auf einmal aufgehen – mit allen mögli­chen einher­ge­henden Risiken.

Indus­trial Security ist weiterer Schlüssel für die Sicher­heit

Modular aufge­baute Schutz­tür­sys­teme erlauben – vor allem im Vergleich mit Sicher­heits­schal­tern – nicht nur maßge­schnei­derte Lösungen, sondern bringen mit den passenden Erwei­te­rungen Safety und Indus­trial Security in einem einzigen System zusammen. Dieses Plus an Sicher­heit ist möglich, weil das Thema Zugangs­berechtigung gleich mitbe­rück­sich­tigt wird. Auf diese Weise wird verhin­dert, dass Sicher­heits­vor­keh­rungen ausge­he­belt werden, um (vermeint­lich) die Arbeit zu erleich­tern.

In kompletten Schutz­tür­sys­temen wie von Pilz sind Module für die Zugangs­berechtigung gleich inte­griert, d. h. Schutz­tür­über­wa­chung und Zugangs­kon­trolle mitein­ander kombi­niert.

© Pilz GmbH & Co. KG, Ostfil­dern

Grund­sätz­lich sind es intui­tive Bedi­en­sys­teme, mit denen Anwender die Security auch hier umsetzen können: Damit ausschließ­lich auto­ri­sierte Personen Zugang zur Anwen­dung erhalten, sind in modernen Schutz­tür­sys­temen wie von Pilz Module für die Zugangs­berechtigung inte­griert, d. h. Schutz­tür­über­wa­chung und Zugangs­kon­trolle sind mitein­ander kombi­niert. Beispiels­weise erfolgt die Bedie­nung des modu­laren Schutz­tür­sys­tems über eine Security-fähige Taster-Unit: Die Taster-Unit PITgatebox stellt verschie­dene vorkon­fi­gu­rierte Vari­anten mit Kombi­na­tionen aus Druck­tas­tern, Schlüs­sel­schal­tern und Not-Halt-Tastern zur Verfü­gung. Auch die Ausle­se­ein­heit für das Berech­ti­gungs­ma­nage­ment ist optional bereits in dieser Bedien­ein­heit inte­griert. Die indi­vi­du­elle Berech­ti­gung gibt es auf einem codierten RFID-Schlüssel, mit dem sich Anwender an der Schutztür authen­ti­fi­zieren. Im Pilz System wird der Schlüssel im soge­nannten PITreader, der Ausle­se­ein­heit, ausge­lesen und der Zugang bei entspre­chender Berech­ti­gung ermög­licht. Ein klarer Security-Vorteil, denn je nach Quali­fi­ka­tion und Aufgabe der Mitar­beiter kann sicher­ge­stellt werden, dass nur der auto­ri­sierte Perso­nen­kreis Zugang zur Anlage hat. Das macht deut­lich: Wenn Security neben Safety durch das Schutz­tür­system gegeben ist, dann schützt das die Maschine gegen Fehl­be­die­nung oder Mani­pu­la­tion und verhin­dert damit unge­wollte Still­stands­zeiten.

Im modu­laren Schutz­tür­system von Pilz stehen unter­schied­liche Kompo­nenten zur Verfü­gung, die sowohl Safety als auch Security abde­cken – von Sicher­heits­zu­hal­tungen bis hin zu Zubehör wie Türgriffen. © Pilz GmbH & Co. KG, Ostfil­dern

Türen­ma­nage­ment „komplett“ gedacht

Es klang bereits an: Anwen­dern bieten sich immer dann Vorteile, wenn sie komplette Systeme für die Schutz­tür­ab­si­che­rung nutzen. State of the Art ist, wenn diese die klas­si­sche „sichere Zuhal­tung“ mit den „Funk­tionen von Bedien­ele­menten“ kombi­nieren. Bei Pilz vereint z. B. das sichere Schutz­tür­system PSENmgate die klas­si­sche Sicher­heits­zu­hal­tung PSENmlock mit den Bedien­ele­menten der Taster-Unit PITgatebox in einem kompakten Komplett­paket. Seine Kern­kom­pe­tenz der sicheren Zuhal­tung sichert den Prozess sowohl an begeh­baren Schutz­türen als auch an Hauben und Klappen und schützt den Bediener, z. B. bei umhausten Robo­ter­ap­pli­ka­tionen. Aber nicht nur hier – PSENmgate sorgt für eine komplette Sicher­heit an viel­fäl­tigen Maschinen oder Anlagen.

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Fazit: Für komplette Türan­wen­dungen bieten sich modular aufge­baute Schutz­tür­sys­teme an. Mit solchen umfas­senden Systemen lassen sich Anwen­dungen flexibel und indi­vi­du­eller durch die Kombi­na­tion einzelner Kompo­nenten umsetzen. Kombi­nieren diese modu­laren Systeme die Schutz­tür­über­wa­chung noch zusätz­lich mit einer Zugangs­kon­trolle, dann entstehen indi­vi­du­elle Schutz­tür­lö­sungen, die den Zugang zur Maschine effi­zient managen können.

Pilz Podcast #32 || Sicher­heits­zu­hal­tungen für den Prozess- und Perso­nen­schutz

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